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PFARRHEIM NIEDERSCHEYERN 2003
Die
katholische Pfarrei in Niederscheyern erhielt im Jahr
2003 ein neues Pfarrheim. Der Entwurf der Architekten
bildet einen nahezu quadratischen Grundriss um einen
Innenhof. Der Standort des Gebäudes auf einer
ehemaligen Niedermoorfläche macht durch das hoch
anstehende Grundwasser eine Versickerung des
Regenwassers unmöglich. Dadurch wurde das Zurückhalten
und Verdunsten des Regenwassers zu einer der ökologischen
Zielsetzungen.
Der
Entwurf der Außenanlagen übernimmt die orthogonale
Formensprache der Architektur. Die einzige Rundung wird
durch die Grundstücksform vorgegeben. Es wechseln
Plattenbeläge mit Rieselflächen und einem
niveaugleichen Holzdeck. Durch den als Tiefbord
gesetzten Kantenstein erhält das Holzdeck trotz des
barrierefreien Einbaus den nötigen Luftraum zur Erhöhung
der Witterungsbeständigkeit. Der Innenhof wird an zwei
Seiten durch ein Wasserbecken gefasst. Hier wird das
Regenwasser von den begrünten Dachflächen eingeleitet
und zurückgehalten. Der große Schilfbereich reinigt
das Wasser. Durch die Bepflanzung und eine Wassertiefe
von ca. 60 cm sowie durch die Filterfunktion der
Dachbegrünung wird die Wasserqualität erhöht und das
Algenwachstum reduziert.

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